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- Geschrieben von Stefan Wagner
Junior Big Band der Musikschule besucht für eine Woche Telgtes Partnerstadt Stupino
Westfälische Nachrichten, 26.04.2011
Telgte/Stupino
Offenherzig, gastfreundlich, liebevoll, einfach großartig: Geradezu euphorisch berichten Mitglieder einer 45-köpfigen Gruppe Jugendlicher und Erwachsener, die die ganze vergangene Woche in Stupino verbrachten, von ihrem Aufenthalt in Telgtes Partnerstadt. Und es war nicht irgendeine Gruppe, die dorthin reiste, sondern die Junior-Big-Band der städtischen Musikschule.
Vor einigen Wochen war noch der Flämmchen-Chor aus Stupino in Telgte zu Gast - nun folgte der Gegenbesuch. „Es war eine sehr komprimierte Woche. Der Zeitplan war eng gestrickt“, sagt Musikschulleiter Gregor Stewing. Neben dem ganztägigen Besuch der Hauptstadt Moskau, besichtigte die Gruppe ausgiebig die russische Partnerstadt und ein Museum. Außerdem wurde sie in Stupino vom Bürgermeister empfangen. Vor allem beim Schlittschuhlaufen verloren die Jugendlichen letzte Berührungsängste, erinnert sich die Fördervereinsvorsitzende Gerlinde Rau: „Das war eine super Gelegenheit, Kontakt zu anderen Jugendlichen aufzunehmen.“ Ebenso wie beim gemeinsamen Abend im Jugendzentrum. Neben HipHop-Gruppen trat auch eine Jazz-Combo auf. „Die haben sich für uns richtig viel Mühe gegeben“, sagt Rau. „Die Jugendlichen haben sich gut verstanden und sind zusammengewachsen.“
Das berichtet auch Jannes Winter. Er spielt in der Junior-Big-Band Schlagzeug. „Klar, Verständigungsschwierigkeiten gab es, doch irgendwie klappte das schon ganz gut. Es war toll, die russischen Jugendlichen näher kennenlernen zu dürfen. Was mich interessiert hat zu sehen war, wie die russischen Jugendlichen leben. Die Woche war sehr interessant, aber auch anstrengend“, sagte der 17-Jährige. Was ihm besonders aufgefallen ist, ist das Stadtbild in Stupino: Dass etwa Gartenzäune und Bordsteinkanten bunt angemalt sind. Gab es auch etwas, was ihm nicht so gut gefallen hat? „Manchen schmeckte das Essen nicht besonders, ich fand es okay.“
Was nicht zu kurz kommen durfte und auch nicht kam, war das Musikalische. Denn Musik war die Sprache, die alle Jugendlichen verband. Bei vier Proben studierten die Deutschen zusammen mit 20 russischen Jugendlichen die Stücke ein, die sie in zwei Konzerten zum Besten gaben. Drei Stücke präsentierten sie zusammen mit dem Flämmchen-Chor.
Medial waren die deutschen Gäste ebenso gefragt: Neben Berichten und Interviews fürs Fernsehen wurde auf einer einseitigen Sonderseite in der lokalen Zeitung über die Besucher berichtet.
Trotz der kulturellen und sprachlichen Unterschiede - die Jugendlichen verstanden sich prächtig. Entweder kommunizierten sie mit ihrem Schul-Englisch und Mimik oder per Übersetzung. Glück für die Telgter: Die Musikschullehrerin Valentina Speiser sowie eine Jugendliche und ihre Mutter sprachen Russisch und konnten vermitteln.
„Wir wurden vorbildlich betreut und konnten einen noch engeren Kontakt aufbauen“, berichtet Musikschulleiter Gregor Stewing. Das Ziel, durch den Austausch für mehr Verständnis auf beiden Seiten zu sorgen, wurde laut Stewing erreicht. Rückblickend dankt der Musikschulleiter auch noch mal den Big-Band-Mitgliedern, denn in Sachen Auftreten, Benehmen und ebenso in musikalischer Hinsicht hätten die Jugendlichen Großes geleistet. „Die Big-Band-Mitglieder sind es, die mich persönlich ermutigen, diesen Austausch trotz des hohen Aufwands weiterzuführen.“
Gefördert wurde die Stupino-Fahrt übrigens von der Stiftung DRJA, dem Deutsch-Russischen-Jugendaustausch. Beim der Stupino-Fahrt gab es auch ein kleines Jubiläum zu feiern: Denn unter den Telgtern war der 1500. Beteiligte des Russland-Austauschs.
Der Abschied fiel den Telgtern schwer. Sogar Tränen flossen bei manchem. Neben der Erinnerung bleiben den Telgtern Fotos und Gastgeschenke, die getauscht wurden.
Welcher Unterschied zwischen Russland und Deutschland besteht, merkten die Telgter, als sie am Freitagabend wieder in die Heimat kehrten: In Deutschland blühte es, das Gras war grüner und hier in Deutschland sind im Gegensatz zu Stupino - und das sei keineswegs abwertend gemeint - die Straßen deutlich sauberer. „Es ist einfach eine andere Lebenskultur dort. Als wir wieder hier waren, haben alle gemerkt, wie privilegiert wir hier sind“, so Gerlinde Rau.
Die allermeisten Teilnehmer der Exkursion waren auch noch einen Tag nach der Rückkehr deutlich geschlaucht. Dennoch würden sie nach so einer schönen und ereignisreichen Woche gerne wieder dorthin fahren. Freunde haben sie in den Stupinoer Jugendlichen auf jeden Fall gefunden.
Text: Sebastian Bickert
Wir danken der WN-Redaktion für die freundliche Erlaubnis
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- Geschrieben von Stefan Wagner
Liebe Freunde des Fördervereins der Musikschule der Stadt Telgte e.V., liebes Fidelio-Mitglied,
wie Sie vermutlich schon gehört und / oder gelesen haben, hat der Finanzausschuss in der vergangenen Woche erneut keinen Beschluss zum Haushaltsentwurf 2011 gefasst. Die Fraktionen von CDU, SPD und FDP haben stattdessen erklärt, dass sie den Weg in die Haushaltsicherung gehen wollen. Dies ist aus unserer Sicht der falsche Weg – viele Gestaltungsmöglichkeiten gehen damit in der Zukunft verloren, weil die Steuerung (und Kürzungen) andere übernehmen.
Daher unsere Bitte: Informieren Sie sich über die Positionen der Parteien:
www.cdu-telgte.de
www.fdp-telgte.de
www.spd-telgte.de
www.gruene-telgte.de
Kommen Sie am Donnerstag (14.04.2011) um 17.00 Uhr zur Ratssitzung und verschaffen Sie sich vor Ort einen Eindruck über die Entscheidungsprozesse und erleben Sie eine der wichtigsten politischen Entscheidungen der letzten Jahre, die auch die Zukunft der Musikschule entscheidend beeinflussen kann.
Nutzen Sie im Vorfeld Ihre Kontakte zu Ratsmitgliedern und bemühen Sie sich mit uns, die Haushaltssicherung abzuwenden!
Möglicherweise folgen die Fraktionen ja einem Vorschlag des Bürgermeisters, den Etat nicht zur Abstimmung zu stellen und eine neutrale Stelle einen Blick auf den Haushalt werfen zu lassen?
Mit freundlichen Grüßen
Gerlinde Rau - Paul Winter - Stefan Wagner
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- Geschrieben von Stefan Wagner
Förderverein der Musikschule setzt sich für Erhalt des Hauses der Musik ein
Westfälische Nachrichten, 30.03.2011
Telgte - „Hier spielt die Musik – Hände weg vom Haus der Musik.” So hat Fidelio, der Förderverein der Musikschule ein Protestschreiben getitelt, das nach dem gemeinsamen Konzert der russischen „Flämmchen“ und der Musikschule vor dem Bürgerhaus verteilt wurde. Die Kritik von „Fidelio“ richtet sich gegen den Vorschlag der CDU-Fraktion, angesichts der derzeitigen Haushaltssituation das Haus der Musik zu verkaufen. Nach dem Willen der Christdemokraten soll der Verkaufspreis über dem Buchwert veranschlagt werden. Angesichts von anstehenden Sanierungsmaßnahmen am Gebäude sowie vor dem Hintergrund eines energieeffizienten Handelns sei „die Konzentration auf wenige Gebäude mit einer hohen Auslastung sinnvoll“, heißt es im Antrag.
„Die Musikschule wird in ihrer Existenz mehr als gefährdet, indem man ihr eine sehr wichtige Grundlage, nämlich das Haus der Musik, nehmen will“, betont die Fördervereinsvorsitzende Gerlinde Rau.
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- Geschrieben von Stefan Wagner
Gemeinschaftskonzert von Musikschülern und Flämmchen begeistert die Besucher im Bürgerhaus
Junior-Big-Band, Hauptchöre der Musikschule und die „Flämmchen“ aus Telgtes russischer Partnerstadt Stupino sorgten bei ihrem Gemeinschaftskonzert für ein volles Bürgerhaus
WN, 30.03.2011
- kib - Telgte - Wie es klingt, wenn rund 100 Musiker mit ihren Stimmen und Instrumenten ein spektakuläres Klangbild erzeugen - das erlebten die Zuhörer des Gemeinschaftskonzertes der Flämmchen, der beiden Hauptchöre und der Junior-Big-Band der Musikschule am Montagabend.
Bevor die Zuhörer im voll besetzen Bürgerhaus sich jedoch davon einen Eindruck machen konnten, präsentierten der russische Chor sowie die Big-Band jeweils acht Stücke. Der Chor aus Stupino sang unter anderem ein russisches Volkslied sowie „Der fröhliche Wind“ aus „Die Kinder von Kapitän Grant“. Die Big-Band spielte neben „Moondog“ und „Thriller“ auch den Lena-Hit „Satellite“, bei dem der Funken dann endgültig auf das Publikum übersprang. Die Arrangements der Stücke übernahm Dieter Kuhlmann.
Begleitet von der Big-Band sang der Flämmchenchor dann „Wie schön ist die Umgebung von Moskau“. Unter dem Dirigenten Vladimir Grunitschev gaben die drei Chöre das Lied „I got rhythm“ von George Gershwin zum Besten. Am Ende des Konzertes kamen dann alle Musiker auf die Bühne, um die Titel „Besame mucho“ und „Somewhere over the Rainbow“ unter der Leitung von Dieter Kuhlmann zu präsentieren.
Der Vorsitzende des Fördervereins Stupino-Telgte, Klaus Beck, fand den Austausch, der von der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch mit unterstützt wurde, eine „gelungene Veranstaltung, bei der die Musiker trotz kultureller und sprachlicher Barrieren gut zusammengefunden haben.“ Genauso zufrieden zeigte sich Gregor Stewing, der Leiter der Musikschule Telgte. „Das Konzert ist der Höhepunkt einer perfekten Woche“. Und da die Musikschüler viel Spaß hatten, freuen sie sich auch schon auf den Gegenbesuch in der Woche vor Ostern.
In Stupino wird es dann neben einem Konzert der Junior-Big-Band auch ein Gemeinschaftskonzert mit den Gastgebern geben. Doch auch das Rahmenprogramm des Besuches verspricht viele neue Eindrücke. So wird es neben einem umfangreichen Kulturprogamm in der Partnerstadt auch eine Tagesfahrt nach Moskau geben.
Wir danken der WN-Redaktion für die freundliche Erlaubnis
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- Geschrieben von Stefan Wagner
Chor aus Telgtes russischer Partnerstadt Stupino überzeugte bei Konzert im Bürgerhaus
Die Sängerinnen und Sänger des Chores „Flämmchen“ aus Telgtes russischer Partnerstadt Stupino wussten am Freitagabend bei einem Konzert im Bürgerhaus zu überzeugen. Heute singen sie zusammen mit Akteuren der Musikschule
WN, 28.3.2011
Telgte - Auch wenn die meisten Besucher des Galakonzerts des Chores „Flämmchen“ aus Telgtes russischer Partnerstadt Stupino die russischen Liedtexte verständlicherweise nicht verstanden, so konnten die Sängerinnen und Sänger die rund 300 Besucher doch von ihrer musikalischen Aus-drucksstärke voll und ganz überzeugen.
Bei dem Konzert am Freitagabend, das als Geschenk an Telgte gedacht war, präsentierte der Chor aus der Partnerstadt unter Leitung von Vladimir Grunitschev Stücke zu verschiedenen Themen. Zuerst sangen sie Lieder über Heimatorte, unter anderem mit dem Titel „Wir müssen diese Welt schützen“. Danach präsentierten sie Stücke zum Thema Kindheit. Aber auch Werke des russischen Komponisten Tschaikowski, der Türkische Marsch von Mozart und moderne Arrangements waren Teil des Konzertes. Begleitet wurden die 30 Sängerinnen und Sänger von Natalija Dubrenskaja am Klavier. Als Geschenk erhielten die „Flämmchen“ zur Erinnerung Telgter Kultursteine.
Klaus Beck, Vorsitzender des Fördervereins Stupino-Telgte, zeigte sich zufrieden mit der Resonanz. „Der Saal war gefüllt.“ Da der Austausch auch mit viel Organisation verbunden sei, sei er dankbar für die Unterbringung der Gäste in Telgter Familien. Die Stadt habe zudem ebenfalls großen Anteil am reibungslosen Ablauf, betonte er.
Am heutigen Montag (18 Uhr im Bürgerhaus) wird es ein weiteres Konzert mit dem Gastchor geben, bei dem sich auch die Musikschule mit ihren beiden Hauptchören und die Junior Big-Band beteiligen. Neben Einzelauftritten der Ensembles gibt es zudem einen gemeinsamen, für den natürlich auch miteinander geprobt wurde. Gregor Stewing, Leiter der Musikschule, zeigte sich zufrieden mit den gemeinsamen Proben. „Beide Seiten waren wunderbar vorbereitet.“
Wenn die russischen Gäste am frühen Dienstagmorgen wieder die Heimreise antreten, können sie auf eine abwechslungsreiche Woche zurückblicken. Neben einem Empfang beim Bürgermeister haben sie Städteführungen und Museumsbesuche in Telgte und Münster unternommen. Außerdem besichtigten sie das Wasserschloss Burg Vischering in Lüdinghausen.
Kilian Bickert.
Wir danken der WN-Redaktion für die freundliche Erlaubnis